| Unser Patenverein die FF Rögling |
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Unsere Paten aus den Gleichnamigen "Mühlheim" aus Deutschland und Österreich |
| FF Mühlheim am Bach |
| FF Mühlheim an der Donau |
| FF Mühlheim an der Eis |
| FF Mühlheim am Inn / Österreich |
| FF Mühlheim am Main / Gründer der "Mühlheimer" Freundschaften |
Unser Patenverein die FF Rögling
Rögling, auf der Albhochfläche gelegen, soll alemannischen Ursprungs sein, nimmt aber eine Grenzstellung ein, denn es liegt am Ostrand des sogenannten Schwaben. Der uralte Ort kann auf eine bewegte Ortsgeschichte zurückblicken, in deren Verlauf unter anderem ein Ortsadel nachgewiesen werden kann. Oft teilt es die Geschicke mit der Stadt Monheim, das die Vogteirechte besaß. Andre Herrschaften, wie die Öttinger oder Seckinger regierten mit harter Hand.
Unter Pfalzgraf Ottheinrich von Pfalz- Neuburg war ein Religionswechsel angesagt und ca. 200 Jahre war der evangelisch lutherische Glaube maßgebend. Alle diese Vorkommnisse konnten die Eigenwilligkeit und die Mentalität der Bewohner nicht erschüttern. Wie auf einer Burg bleiben sie ihrer Berginsel treu, und durch die Nadlerei wurden die Röglinger in fast ganz Europa bekannt und der Ort brachte es zu großem Ansehen, so dass ihm sogar die Marktrechte verliehen wurden.
Heute ist Rögling landwirtschaftlich geprägt, hat aber auch beträchtlichen Arbeiteranteil und die neuen Baugebiete lassen darauf schließen, dass es bald eine Wohngemeinde wird.
Der Ort konnte weitgehend seine politische Eigenständigkeit bewahren und ist sogar noch Pfarrort.
Trotz der Unterschiedlichkeit zum Nachbarort Mühlheim herrschte zwischen beiden immer ein gutes Verhältnis, denn die Röglinger kamen gerne ins Tal, um Wasser zu holen, die Mahlmühlen aufzusuchen oder ihre Nadeln schuren zu lassen.
Vor der Freiwilligen Feuerwehr gab es in Rögling wie anderorts auch eine gemeindliche Pflichtfeuerwehr. Im Jahre 1879 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet, die seitdem einen wesentlichen Sicherheitsfaktor in der Gemeinde Rögling darstellt.
Seit dem Wasserleitungsbau 1964 kann die Feuerwehr bei Ernstfällen nun noch wirkungsvollere Brandbekämpfung leisten, denn Löschwasser stand zuvor nur in beschränkten Maßen zur Verfügung.
Insgesamt hatte die Freiwillige Feuerwehr in Rögling wenig Brandeinsätze, die ersten 48 Jahre waren friedlich, bis 1927 eine Brandkatastrophe gleich drei Anwesen in Mitleidenschaft zog. Damit begannen 15 unruhige Jahre. 1963 wurde ein großes, schönes Feuerwehrfest gefeiert, das wohl als Entschädigung für die vielen harten Nachkriegsjahre sein sollte. Unser Kommandant Xaver Zinsmeister trat 1958 in die Röglinger Feuerwehr ein, und wurde bei Vereinsfesten als Fahnenbegleiter eingesetzt (siehe Foto)
Die Freundschaft zweier Kommandanten ‚???? war der Anlass, dass die Röglinger Wehr 1975 die Patenschaft zu unserem Jubelfest übernahm und dass diese Freundschaft bis auf die jetzige Zeit angehalten hat. Somit kann mit dem 125 jährigen Gründungsfest auch eine silberne Patenschaft gefeiert und gewürdigt werden.
Mühlheim am Main liegt im Frankfurter Raum, zwischen Offenbach und Hanau im hessischen Ballungsraum am Untermain. Bescheiden nennt es sich Kleinstadt, ist aber bei weitem das größte Mühlheim, das es mit dieser Schreibweise gibt.
Von unseren hessischen Feuerwehrkameraden kam die Idee, alle echten „Mühlheimer“ zu einer Freundschaft zu bewegen. Bei ihrer Vorbereitung für ihr 100 jähriges Gründungsfest im Jahre 1973 wollten Sie als Gag einen Wettkampf zwischen allen Mühlheimer Wehren austragen. Zuvor mussten sie aber durch Abordnungen erkunden, ob ihre Bemühungen auch Gehör finden würden. In kurzer Zeit herrschte überall begeisterte Zustimmung und es kam zu wechselseitigen Kontaktaufnahmen. Auch unsere Wehr schickte eine Abordnung nach Mühlheim am Main vor und was sich des Lobes voll über die herzliche Aufnahme und die liebenswerte Gastfreundschaft. Natürlich nahm man die Einladung zu deren Fetjubiläum 1973 gerne an und erschien mit einer relativen großen Abordnung in einer damals noch ungewohnten städtischen Umgebung. Um so mehr machten unsere Gruppen mächtig Eindruck, unsere Wehr errang beim Wettkampf gleich den 3. Platz und unsere Volkstanzgruppe führte vor ca. 4000 Festbesuchern den Mühlradltanz auf, worüber die Offenbacher Zeitung voll des Lobes war.
Viele fröhliche, manchmal auch traurige Anlässe boten sich dar, um den freundschaftlichen Bande immer wieder aufzufrischen. Unsere Wehr zog mit dieser Freundschaft das große Los, denn der Clou war die kostenlose Überlassung des LF 16 im Jahre 1999. Dafür kann der Stadt Mühlheim mit ihrem (damaligen Oberbürgermeister) Christian Schelzke und unseren hessischen Feuerwehrkameraden nicht genug gedankt werden. Für uns wurde sozusagen ein Traum erfüllt, denn auch unsere Gemeinde Mörnsheim stimmte dieser wohl sehr selten vorkommenden Transaktion zu und für uns ist das LF16 der ganze Stolz und damit wird die Mühlheimer Feuerwehr bei der Brandbekämpfung wesentlich schneller und massiver eingreifen könne zum Vorteil aller Bürger.
Mühlheim am Inn war einst ein altbayerischer Ort, der erst mit dem Frieden von Teschen im Jahre 1779 an den österreichischen Habsburgerstaat kam. Bayern verlor damals das furchtbare Innviertelgebiet mit den Städten Braunau und Ried. Ab da gibt es auch in Österreich ein Mühlheim. Als Dorf steht Mühlheim am Inn in einer starken Position, denn es ist eine eigenständige Gemeinde, erhielt sogar 1974 ein eigenes Gemeindewappen, ist eine Pfarrstelle und besitzt eine Art Grundschule. Seinen Namen dürfte es einem Bach, der Mühlheimer Ache verdanken, an der es viele Mühlen gab. Landschaftlich fallen in der weiten Ebene Grundwasser- und Baggerseen auf, die im Sommer auch als Badeseen genutzt werden. Mit den österreichischen Kameraden nahm unsere Wehr frühzeitig Kontakt auf, denn diese Feuerwehr hatte eine gute Feuerwehrkapelle, die man verpflichten wollte. Tatsächlich kamen zu unserem Fest ca. 40 Musiker angereist, die an unseren Festtagen gehörig Stimmung machten.
Unsere Wehr revanchierte sich auf andere Weise. Als nämlich unsere österreichischen Freunde ihre Festjubiläen 1979 und 1989 begingen, trumpften unsere Männer bei den Geschicklichkeitswettbewerben gehörig auf und belegten stets die 1. Plätze, eine Leistung, die wohl so schnell keiner mehr nachmacht. Auf dieses Double ist man noch sehr stolz, wann wird unsere Wehr solche Glanzleistung wieder erreichen?
Andere Länder, andere Sitten. Das erfuhren unsere Kameraden bei den Essens- und Trinkgewohnheiten, mit denen sie konfrontiert wurden. Seit damals kennt jeder die Speckknödel, die ja als kräftige Unterlage für Hochprozentiges bestens geeignet sich, aber dem Charme der Marketenderinnen, die den Bierkonsum mit scharfen Alkoholika ergänzten, musste manch standhafter Zecher aus unseren Reihen nachgeben und eine Trinkpause einlegen.
Unsere Gäste aus Österreich fallen optisch durch ihre braune Uniform auf. Das zeigt aber um so deutlicher die Internatonalität, denn in Österreich und auch in Südtirol wird im Gegensatz zu unserer blauen Uniform schon immer eine braune getragen.
Das Gerätehaus von Mühlheim am Inn, das vom 24-25 Mai 2003 eingeweiht wurde

Die Stadt Mühlheim an der Donau, auf einem Bergsporn gelegen, ist von reizvollen Landschaften umgeben und ist wegen seiner klimatisch gesunden Höhen Lage als staatlich anerkannter Erholungsort in Baden Württemberg bekannt. Die Stadt birgt in seinen Stadtmauern viele mittelalterliche Sehenswürdigkeiten: das Vordere Schloss mit Museum, das Stadttor, das Schloss r Herren von Enzberg, die St. Galluskapelle und die vielen verträumten Winkel und Gassen: Ihren Namen hat sie von den Mühlen am Wulfbach und an der Donau. Brauchtumsmäßig ist Mühlheim durch seine schwäbisch-alemanische Fasnet bekannt. Bei unseren Besuchen konnte nur ein Bruchteil der Naturschönheiten und der Sehenswürdigkeiten der Stadt aufgenommen werden, ein Grund mehr, einen Ausflug in diese Gegend zu wagen oder mal eine Fasnet zu erleben.
Mühlheim an der Eis gehört seit 1969 zur Gemeinde Obrigheim und zum Landkreis Bad Dürkheim. Mit ca. 300 Einwohnern ist es zwar das kleinste Mühlheim, beherbergt jedoch in seiner Kirche, einst karolingisch und von einem Grafen umgebaut baudenkmalige und kunsthistorische Denkmäler z. B. die Gruft, den Grafenstuhl und vom berühmten Orgelbauer Stumm eine sehr seltene Stumm – Orgel. Mühlheim an der Eis hat seinen Namen von einer Wassermühle am Eisbach, die schon von den Römern herstammen könnte, welche ja die Erfinder der Wassermühlen waren. Es liegt in der pfälzischen Rheinebene nahe der Nibelungenstadt Worms und es ist das einzige Mühlheim, auf dessen Fluren Wein angebaut wird. Ortsgeschichtlich ist die Tatsache von Interesse, dass es von 1816 bis zum Jahre 1946 zum Land Bayern gehörte.
Für unseren Mannen war dessen Jubelfest ungewohnt, weil statt eines Bierzeltes ein großes Weinfest großmächtig da stand. Darin bemühte sich eine attraktive Weinkönigin unser Trinken von Bier auf Wein umzustellen. Bei aller Redekunst gelang es ihr, dass unsere Mannen den Wein respektlos in Mengen genossen, wie es mit dem Bier halt so üblich ist. Darob werden unsere Kameraden nicht gram sein, denn alles wurde bezahlt und beim nächsten Fest an der Eis muss unsere Wehr zuerst einen Kurs im rechten Weintrinken belegen.
Mühlheim am Bach, ein schwäbisches Haufendorf, hat auch heute noch einen bäuerlichen Charakter, obgleich hübsche Wohnsiedlungen für Arbeiter entstanden sind. Es liegt im mittleren Schwarzwald inmitten romantischer Flusstäler. Seinen Namen hat es vom Mühlbach, der durch den Ort fließt und einst Mühlen antrieb. Über das Tal führt in 41m Höhe eindrucksvoll die Autobahnbrücke der A81
Geschichtlich kann Mühlheim am Bach, wie viele andere Mühlheim auch, schon sehr früh nachgewiesen werden. Es taucht schon 772 im Urkundebuch des Klosters Lorsch auf. Die Geschicke des Ortes waren im weiteren Verlaufe der Geschichte mit Grafenherrschaften verbunden, die aber zuweilen so drückend waren, dass sich die Mühlheim 1525 am Bauernaufstand beteiligten.
Zu den Besonderheiten gehört es auch, dass der Ort ein eigenes Ortswappen mit Siegel führen darf. Politisch wurde der Ort in der neueren Zeit der Stadt Sulz angegliedert.
Was Solidarität und wahre Freundschaft bedeutet, bewies unsere Wehr, als die Mühlheimer am Bach und unser Patenkind aus Mörnsheim zugleich ihre 125 jährigen Jubelfeste begingen. Am 4.Juni begab sich eine starke Abordnung zunächst zum Namenskameraden und feierte kräftig den Freitagabend bis tief in die Nacht, verabschiedete sich Samstagmittag und beeilte sich, dass man als Patenverein zum Fest der FFW Mörnsheim rechtzeitig heimkommen könne. Es klappte alles wie gewünscht und pünktlich konnte unsere Wehrler beim Auftakt in Mörnsheim wieder präsent sein. Fast managerhaft mutet diese Leistung an, aber unsere Freunde aus Mühlheim am Bach hatten viel Verständnis uns wussten, dass wir bei ihnen, wenn es möglich gewesen wäre, sehr gerne die nächsten Tage gefeiert hätten.