Empfehlungen für Sicherheitsmaßnahmen beim Auftreten von sog. Milzbrand-Briefen

 

Nachdem auch in Bayern einige dieser Fälle aufgetreten sind, geben wir nachstehend einige Empfehlungen zu derartigen Alarmierungen bekannt:

 

Üblicherweise werden diese Briefe von sog. Trittbrettfahrern verschickt, trotzdem ist die permanente Gefahr nicht gänzlich auszuschließen, so dass folgende Maßnahmen als geeignet erscheinen.

 

Einsatz einer örtlichen Feuerwehr ohne Gefahrgutausrüstung:

 

Mindestausrüstung: Schutzanzug, Handschuhe, Stiefel und schwerer Atemschutz.

 

1.      Absperrbereich weiträumig festlegen, ca. 50 m, um eigene Bewegungsfreiheit zu gewährleisten.

2.      Betroffene Personen zu festzulegenden Sammelplatz bringen.

3.      Betroffene Personen auffordern, die Schadensstelle nicht zu verlassen.

4.      Zutritt zum Gebäude / Objekt verhindern.

 

Gleichzeitig ist dann der Einsatz eines LZG (Löschzug-Gefahrgut), einschließlich Dekon-Komponente erforderlich. (Alarmierungsmöglichkeiten sind vorher abzuklären und sicherzustellen.)

 

Der Einsatz wird von diesen Kräften unter Vollschutz zur Bergung bzw. Sicherung des kontaminierten Materials ausgeführt.

 

Anschließend ist das eingesetzte Personal, welches so gering als möglich zu halten ist, einschließlich der eingesetzten Geräte zu dekontaminieren.

 

Weiterer Hinweis:

 

Der Bevölkerung ist zu empfehlen, beim Eintreten einer anzunehmenden Schadenssituation:

 

a)      Gegenstände nicht zu berühren. Sollte dies bereits geschehen sein, müssen die entsprechenden Hautpartien kräftig gereinigt werden.

b)      Gegenstände am Ort des Auffindens zu belassen.

c)      Daran weder zu riechen, noch zu schmecken.

d)      Kontaminierte Personen sollen nach Möglichkeit keine weiteren Personen mehr berühren.

 

In Gebäuden ist gegebenenfalls eine etwa vorhandene Be- und Entlüftungsanlage und dergleichen stillzulegen.